Verletzte und verunfallte Störche!!

Brutstörchin Jule ist tot!!

05. April 2018

Storchenweibchen Jule
Storchenweibchen Jule

Donnerstagabend wurde sie in einer Garagenzufahrt in unmittelbarer Nähe zu ihrem Brutnest aufgefunden.
Jeden Tag können wir beobachten, welchen Gefahren die Weißstörche ausgesetzt sind.
Stark befahrene Straßen, Strommasten, usw. - tödliche Kollisionen kommen leider immer wieder vor.

Warum unsere älteste Waberner Brutstörchin am 05. April mit einem Hindernis kollidiert ist, können wir nur vermuten.
Offenbar ist sie beim Nachhause fliegen verunglückt, den Schnabel voll mit Heu.

Es muss so um 18:00 Uhr gewesen sein, als die Brutstörchin vom Riedinger Horst gestorben ist. 
Da es an diesem Tag sehr windig war ist nicht auszuschließen, dass sie möglicherweise von einer Windböe erfasst wurde und vor eine Hauswand geflogen ist.
Ob sie evtl. noch mit irgendeinem anderen Hindernis kollidiert ist, kann man nicht mit Gewissheit sagen.

Die langjährige Waberner Altstörchin hatten schon vor einigen Jahren beschlossen mit ihrem Partner George auch im Winter in Wabern zu bleiben und somit die große Gefahrenquelle Vogelzug nicht mehr anzutreten.
Es ist so traurig, dass das so erfahrene Storchenweibchen jetzt hier in Wabern, quasi fast vor ihrer „Haustür“ ums Leben kommen musste!

Die aus Südhessen stammende  Störchin Jule wurde am 14.06.2005 in
Groß Rohrheim / Reg. Bez. Darmstadt mit dem Ring DEW 3X357 beringt.
Auch ihr Partner George ist beringt.
Er wurde am 10.06.2004 in Soultz- Haut- Rhin/ Haut- Rhin & Territoire de Belfort, Frankreich beringt und befindet sich also auch schon im 14. Lebensjahr.
Jule wäre in diesem Sommer 13 Jahre alt geworden.

Trauriges Ende von Brutstorch Friedrich!!

11. Juni 2016

Storchenmännchen Friedrich im Jahr2015!
Storchenmännchen Friedrich im Jahr 2015!

Die Hiobsbotschaften reißen nicht ab.


Seit 2013 hat der männliche Storch Friedrich auf dem Riedinger Horst in Wabern erfolgreich gebrütet und nun dieses traurige Ende.

 

Das Storchenmännchen kam am 11. Juni 2016 bei der Nahrungssuche für seine drei Storchenkinder Flora, Frieda + Fritz ums Leben.
Nun muss seine diesjährige Partnerin Jule die Aufzucht der drei Jungen alleine bewerkstelligen.

 

Viel Glück dabei!!


Wir können nur hoffen, dass es nicht noch mehr solcher tragischen Unglücke in diesem Jahr gibt.

Brutstörchin Jule greift Jungstörche an!!

11. Juni 2015

Gegen die kraftvollen Schnabelhiebe waren die Jungen chancenlos!

Der gestrige Tag wird wohl in punkto Dramatik in die Geschichte des Nestes auf dem Horst Blecher eingehen.
Seit der Ansiedlung unserer Waberner Störche im Jahr 2002 hat sich meines Wissens nichts Vergleichbares auf den Waberner Storchenhorsten ereignet.
Die vier Jungstörche von dem Storchenpaar Paul + Pauline wurden auf dem Spänebunker von der Brutstörchin Jule vom Horst an der Eder aufs schlimmste attackiert.

Das Brutpaar von der Eder hatte vor ein paar Wochen ihren kompletten Nachwuchs verloren und versuchte seitdem immer wieder die beiden anderen Brutpaare zu stören.

                         Wollten die Ederstörche umziehen?  28.05.2015

 

Dieses Verhalten passiert bei Weißstörchen nach einem Totalverlust ihrer Brut immer wieder einmal und kann bei schlimmen Angriffen auf Jungstörche tödlich enden.

Gestern nun trat die Storchendame Jule nicht nur als Störenfried auf, sondern als äußerst aggressive Störchin, die die Absicht hatte die Jungstörche ernsthaft zu verletzen oder zu töten.   
Nachdem Alexandra Riedinger vom Horst Riedinger den Angriff auf die Jungstörche beobachtet hatte, informierte sie Frau Krüger- Wiegand von der Storchenpflegestation in Niedermöllrich.
Diese wiederrum informierte mich darüber, mit der Bitte nachzusehen.
Dort angekommen konnte ich mich selbst davon überzeugen, wie die Störchin Jule die Jungen heftig attackierte.

Gegen die kraftvollen Schnabelhiebe der Störchin waren die vier Jungen vollkommen chancenlos.

Beide Elternstörche waren zur Zeit des Angriffs auf Nahrungssuche.

Nachdem ich mir das OK von der Familie Blecher geholt hatte, versuchte ich die aggressive Störchin durch lautes aufeinanderschlagen zweier Bretter zu stören, um wenigstens dafür zu sorgen, dass sie von den Jungen abließ.
Ich sah, dass mindestens zwei der Jungstörche deutliche Verletzungen am Kopfbereich davongetragen hatten.
Erst als die Storchenmama Pauline von der Nahrungssuche zurückkam, verließ die zum Teil blutverschmierte Störchin Jule das Nest auf dem Spänebunker.

Daraufhin benachrichtigte ich Frau Krüger Wiegand, die sich aber schon auf dem Weg nach Wabern befand. In der Zwischenzeit hatte mein Mann Dieter die Firma Koch aus Gudensberg  angerufen, um evtl. mit einem Kran auf den ca. 26 - 28 Meter hohen Spänebunker zu gelangen.

Da aber alle Kräne auf verschiedenen Baustellen im Einsatz waren und nur ein rasches Eingreifen die verletzten Jungstörche retten konnte, wurde die Feuerwehr benachrichtigt.
Nachdem der Brandinspektor der Gemeinde Wabern Claus Steinmetz die Einsatzkräfte der Fritzlarer Feuerwehr angefordert hatte, bahnte sich der Leiterwagen den Weg zum Storchenhorst.

       Mehr Bilder gibt es hier: Brutstörchin Jule greift Jungstörche an!!

Ein paar Minuten nach Eintreffen des Fahrzeuges, stand der Leiterwagen auf seiner Einsatzposition.

Andrea Krüger- Wiegand fuhr auf der Drehleiter zusammen mit einem Feuerwehrmann auf das ca. 28 Meter hohe Nest, um die verletzten, oder vielleicht auch toten Jungstörche zu bergen.

Oben angekommen konnte sie feststellen, dass ein Jungstorch nur ein paar Blessuren davon getragen hatte.

Er wurde noch vor Ort wundversorgt und blieb im Nest.

Die drei Geschwister wurden geborgen!
Sie waren von den Schnabelhieben schwer verletzt worden und wurden nach der Bergung sofort dem Tierarzt vorgestellt.

Nun werden die drei Jungstörche, von denen sich zwei laut Aussage von Andrea Krüger- Wiegand in einem sehr kritischen Zustand befinden, in der Pflegestation gepflegt und werden hoffentlich wieder ganz gesund.

Allen Helfern ein besonderes Dankeschön!!

Die einzige Hilfe für den verbliebenen Jungstorch auf dem Spänebunker besteht wohl darin, dass sich immer ein Elternstorch auf dem Nest aufhällt!

Für die nächsten Tage können weitere Angriffe nicht ausgeschlossen werden, auch nicht bei dem Riedinger Horst, auf dem auch Junge großgezogen werden.

Der Jungstorch Wilma ist tot!

31. Juli 2013

Storchenjunges Wilma nach dem Absturz.   27.07.2013
Storchenjunges Wilma nach dem Absturz. 27.07.2013

 

Am Samstag, den 27. Juli 2013 waren die zwei Jungstörche Wilma und Heinrich vom Riedinger Horst fleißig am üben.

Sie breiteten ihre Flügel aus und hüpften abwechselnd mehrere Meter in die Höhe. Doch die Phase des Fliegenlernens kann für unsere Waberner Jungstörche sehr unfallträchtig sein.  

Bei stellenweise starken Windböen wie am vergangenen Wochenende, gerät so manche Flugübung  zu einem unfreiwilligen Absturz.

Flugübungen

Vermutlich erlebte der Jungstorch Wilma DEW 0X631 einen solchen Absturz.

Er wurde möglicherweise von einer Windböe erfasst und soweit abgetrieben, dass er nicht mehr im Nest landen konnte. Ob er bei der Bruchlandung noch mit irgendeinem Hindernis kollidiert ist, kann man nicht mit Gewissheit sagen.

Da er einen offenen Beinbruch davon getragen hatte, benötigte der Vogel unverzüglich tierärztliche Hilfe.

 

Der Jungstorch Wilma wurde sofort in eine Tierklinik gebracht.

Er war zu diesem Zeitpunkt stabil und so stand einer OP nichts im Wege.

Die OP wurde erfolgreich durchgeführt und wir konnten den Jungstorch Wilma am Sonntagnachmittag wieder abholen, um ihn sofort in die Obhut von Herrn Bischof zu geben, dieser hat durch seine jahrelange Erfahrung schon vielen verletzten Vögeln geholfen und sie gesund gepflegt.  

 

Am Montag hatten wir das Gefühl, dass es Wilma ein wenig besser ging. Der Jungstorch nahm Flüssigkeit und Nahrung zu sich, obwohl der Zustand weiterhin kritisch war.

Aber die Hoffnung stirbt zuletzt.

Für Dienstagnachmittag war eine weitere Nachuntersuchung vom Tierarzt geplant.

Doch am Morgen erhielten wir von Herrn Bischof einen Anruf, dass sich der Zustand von Wilma  verschlechtert hatte und der Termin mit dem Tierarzt Dr. Schmidt aus Wabern wurde sofort auf Dienstagmorgen vorgezogen.

Trotz aller Bemühungen konnte leider nichts mehr für das Storchenjunge vom Riedinger Horst getan werden.

 Der Jungstorch Wilma mit der Ringnummer DEW 0X631

ist am 30. Juli 2013 um 10:50 Uhr gestorben!

Rettung eines verletzten Storches!

Juli 2010

 

Im Juli 2010 konnte Dank eines aufmerksamen Harler Autofahrers, ein verletzter beringter Weißstorch gerettet werden.
Der Autofahrer rief uns an und berichtete von einem evtl. verletzten Storch, den er zwischen Harle und Rhünda an der stark befahrenen Bundesstrasse 253 gesehen hatte.


Stefan Hellwig aus Wabern und die Familie Homburg aus Harle boten meinem Mann und mir sofort ihre Hilfe an, um den Storch einzufangen. Was trotz der Verletzung gar nicht mal so einfach war.
Mit vereinten Kräften zingelten wir den Vogel ein und trieben ihn in ein hohes Getreidefeld, wo wir ihn dann mit einem Netz einfangen konnten.


Tierarzt Dr. Weber aus Wabern diagnostizierte einen Flügelbruch früheren Datums.
Wo und wann er sich den Flügel gebrochen hatte war reine Spekulation. ( Kollision mit einem Auto, zugezogene Verletzung bei den letzten Unwettern, ...?)
Da er aber sehr abgemagert war, konnte man davon ausgehen, dass die Verletzung schon einige Tage zurück lag.
Nach der Erstversorgung von Dr. Weber, brachten wir den Weißstorch zu Herrn Bischhoff nach Fritzlar.


Dort bekam er sofort Wasser und frischen Fisch und verbrachte die Nacht in einer Voliere neben all den anderen verletzten Vögeln, die von Herrn Bischoff immer wieder gesund gepflegt werden.
Nach meinem Anruf bei der Vogelwarte Helgoland, wussten wir nun auch mit wem wir es zu tun hatten.
(Weißstorch,  Beringungsdatum 14.06.2008 / Beringungsort Biebesheim Krs. Gr.-Gerau)


Da die Pflege des damals zweijährigen Storches aber über einen längeren Zeitraum dauern würde und er evtl. nicht mehr mit in den Süden ziehen konnte, haben wir ihn dann einen Tag später in den Vogelpark nach Herborn – Uckersdorf gebracht.

Leider war seine Flügelverletzung so schlimm, dass er für immer im Vogelpark bleiben musste.

...runter vom Gas, tieffliegende Störche!!

Wabern ist umrahmt mit Straßen, auf denen oft viel zu schnell gefahren wird!

 

Wir Autofahrer sollten mehr Rücksicht nehmen,

für das Wohl der Menschen und Tiere.

Plakataktion

Tod durch Autokollision

Hilfe und Pflege

Bei Naturbeobachtungen sollte man zuerst auf
die Belange der Umwelt achten und nicht auf
den eigenen Egoismus.