Neststandorte, Fortpflanzung, Balz und Nestbau

Steckbrief des Storches

Teil 2

Neststandorte

Störche brüten auf Bauwerken mit angebotenen Nestunterlagen, z. B auf Hausdächern, Schornsteinen, Türmen und Strommasten.

Auf Bäumen sind sie immer seltener anzutreffen.

Auf dem ursprünglichsten Neststandort den Felsen, kann man die Störche nur noch in Portugal finden.

Balz und Nestbau

Meistens ist das Männchen als erster zurück am Horst und bessert ihn aus.

Später wenn die Partnerin eingetroffen ist, suchen beide Störche abwechselnd Äste und ähnliches Material zum Ausbau des Nestes.

Es wird aus dünnen Zweigen und Ästen ständig weitergebaut, sodass nach einer längeren Zeit mächtige Bauten entstehen können.

Die Nestmulde wird mit Gras, Stroh, Laub und Heu ausgepolstert.

Fortpflanzung

Meist ohne vorangehendes Storchenklappern erfolgt dann im Nest die Begattung. Während der Kopulation wird mit den Flügeln das Gleichgewicht gehalten und anschließend heftig geklappert.

 

Das Storchenklappern gilt im allgemeinen als Ausgleich für fehlende Stimmlaute. Ausgewachsene Störche lassen als Kehllaut lediglich ein Zischen hören.

Die Brutzeit der Störche ist Anfang April bis Anfang August.

Brutstorch Paul beim Eierwenden mit einer Nilgans als Untermieter.        Foto: Ulrike Mose
Brutstorch Paul beim Eierwenden mit einer Nilgans als Untermieter. Foto: Ulrike Mose

 

Nur wenige Tage nach der Paarung erfolgt dann die Eiablage.

 

Die  Zeit von der Befruchtung bis zum Legen des Eies dauert beim Weißstorch  ca. zwei Tage.

Ist die Storchendame älter kann es auch schon einmal einen Tag länger dauern.

Eine durchschnittliche Jahresbrut der Großvögel beträgt 3-5 Eier und wird in einem Abstand von ca. zwei bis drei Tagen gelegt, wobei das Brüten sehr oft erst nach dem zweiten Ei beginnt.

Anders ist es bei den Kleinvögeln, die erst bei einem kompletten Gelege mit der Brut beginnen.

 

Obwohl der Storch ein Großvogel ist, betragen die Eiermaße im Durchschnitt 51,8 x 73 mm und sind somit nicht sonderlich groß.

 

Dies liegt daran, dass der Storch ein Nesthocker ist und das Ei eine kleinere Dottermasse besitzt. 

 

Beide Elternvögel brüten und beteiligen sich an der Nestlingsaufzucht.

Ab und zu erhebt sich der brütende Storch um die Eier mit dem Schnabel zu wenden, damit die Embryos nicht mit der Schale verkleben.

Oder er stochert mit seinem langen Schnabel im Nestboden und lockert so die Nestauspolsterung, bzw. reinigt so die Nestmulde.

 

 

Foto :    Aktion PfalzStorch
Foto : Aktion PfalzStorch

In der Reihenfolge der Eiablage und der Brutdauer von ca. 32 – 33 Tagen, erfolgt dann der Schlupf in der Regel im Abstand von zwei, drei Tagen.

 

Dann kann man mit etwas Glück die Jungen nicht nur hören, denn das Geklapper ist ihnen angeboren, man kann sie auch schon mal sehen.

Foto:Aktion PfalzStorch
Foto:Aktion PfalzStorch

Aber bis dahin werden die Küken in den ersten Lebenstagen ständig gehudert.


Es dauert viele Stunden, bis sich das Küken aus dem Ei geschält hat.

Schwerstarbeit für das Junge.

Lange, bevor das Küken aus dem Ei schlüpft, besteht durch die Eischale ein Lautkontakt mit seinen Eltern.

Mit einem Eizahn, der sich  an der Spitze des Oberschnabels befindet durchbricht das Küken die Schale des Eies. Hat es die Schale durchbrochen, dreht es sich langsam aus dem Ei heraus.

Das frischgeschlüpfte Junge wiegt etwa 70 bis 80 Gramm und ist feucht.

Die Duhnenfedern trocknen erst, durch das wärmende Gefieder seiner Eltern.

 

 

Nach zwei bis drei Wochen können die Küken erstmals auf den Fersen und dem Steiß hocken und sie können jetzt auch den Kopf mühelos heben.

Das Aufstehen gelingt den Jungen erst mit 22 bis 28 Tagen.

Die Nestlingszeit dauert etwa zwei Monate.

Fütterung

Spannend ist auch die Fütterung.

Ein erwachsener Storch braucht täglich etwa 500g Futter, Jungvögel sogar bis zu 1200g.

Wenn die Jungen gefüttert werden, würgt der Altstorch das herbeigetragene Futter hervor und lässt es auf den Nestboden fallen, von wo es die Jungen dann selbstständig aufnehmen.

An heißen Tagen und bei Trockenheit wird das Wasser in einem Kehlsack zum Nest getragen und ausgewürgt.

 

Zwischen dem 30. und 40. Lebenstag haben die Jungen den höchsten täglichen Nahrungsbedarf. Mit zunehmendem Alter sinkt der tägliche Energiebedarf dann wieder ab, bis er ungefähr am 60. Lebenstag die Hälfte des Wertes vom 35. Lebenstag erreicht!    (Dr. Michael Fangrath)

Foto:  AktionPfalzStorch
Foto: AktionPfalzStorch

...runter vom Gas, tieffliegende Störche!!

Wabern ist umrahmt mit Straßen, auf denen oft viel zu schnell gefahren wird!

 

Wir Autofahrer sollten mehr Rücksicht nehmen,

für das Wohl der Menschen und Tiere.

Plakataktion

Tod durch Autokollision

Hilfe und Pflege

Bei Naturbeobachtungen sollte man zuerst auf
die Belange der Umwelt achten und nicht auf
den eigenen Egoismus.