Storchentagebuch 2012

Teil 1

Januar 2012 - Februar 2012

15. Januar                      

Erste "Frühlingsgefühle" bei Waberner Storchenpärchen.

 

Nachdem wir die warme spanische Sonne in den ersten zwei Wochen im neuen Jahr genossen haben, sind unsere zwei Storchenpärchen bei nicht so angenehmen Temperaturen in Wabern geblieben.
Nach einer frostigen Nacht auf unserem Schornsteinnest, stellten sich heute Mittag um 11:30 Uhr die ersten „Frühlingsgefühle“ bei dem Storchenpärchen „Paul + Pauline“ ein.

Bei sonnigem Wetter wurde fleißig kopuliert.
Am Nachmittag hielten sie sich, mit drei Silberreihern und zwei Graureihern auf einem Feld zwischen Wabern und der Harler Mühle auf, wo sie reichlich Nahrung fanden.
Pünktlich zur Abenddämmerung trafen sie wieder auf dem Schornsteinnest ein.

 

 

16. Januar          

Nestpflege und Austausch von Zärtlichkeiten bei den Weißstörchen

 

Auch heute gab es auf unserem Schornsteinhorst, bei dem Storchenpärchen Paul + Pauline, gegenseitiges Schnäbeln und Gefiederpflege, sowie erneute Kopulation.

Neben gelegentlichem Umherstochern, dem Ausbessern des Nestes, wurde auch Nistmaterial ( Mist) mit ins Nest gebracht.
Normalerweise dauert es aus hormonellen Gründen schon noch eine Weile, bis wir das erste Ei in einem Nest erblicken können. Denn Storchenpaare, die den gesamten Winter, also praktisch auch das gesamte Jahr miteinander verleben, begannen bisher mit der Brut nie vor Anfang bis Mitte März. Ich hoffe nicht, dass mich die Beiden eines Besseren belehren!

 

22. Januar

Sonntagsbesuch der Ederstörche auf dem Schornsteinnest.


Die Ederstörche Jule + Georg beim Sonntagsbesuch auf dem Schornsteinnest von Paul + Pauline.
Da die Eigentümer des Nestes "Paul" + "Pauline" auf Futtersuche waren, wurde dies sogleich von den beiden Ederstörchen ausgenutzt. Nachdem sie das Nest ausgiebig inspiziert hatten, flogen sie mit einem erbeuteten Ast, nach einem kurzen Stop auf dem Horst der Firma Blecher, zurück in ihren eigenen Horst an die Eder.

 

 

31. Januar                                          

Und wieder ist ein Monat vergangen!

 

wieder ist ein Monat vergangen und keiner unserer vier Weißstörche macht den Eindruck die Waberner Tiefebene zu verlassen.

Nachdem das Storchenpärchen Paul + Pauline heute Nacht, erst kurz nach 24:00 Uhr auf dem Schornsteinnest eintraf und heute Morgen dieses auch schon wieder um 5:30 Uhr verlassen hat, konnte ich heute Morgen um 9:31 Uhr das Storchenpärchen "Jule" + "Georg", bei kalten - 6 Grad und beim morgendlichen Sonnenbad, auf dem Ederhorst beobachten.

Mal sehen was uns der Abend und der nächste kalte Tag bringt. Vielleicht tun sie es ja den Kranichen gleich und fliegen doch noch schnurstracks in Richtung Süden.

 

 

27. Februar                                                                                        Weißstörche in Wabern!!

 

Für die Weißstörche hat der Aufbruch in ihre Brutgebiete begonnen. Dies beweisen auch die Daten einiger besendeter Störche, die in Afrika und in Spanien überwinterten.
Nachdem sich der Winter zurückgezogen hat, treffen täglich Störche aus ihrem Winterquartier ein und bauen schon fleißig ihre Nester aus.
Bei den frühen Rückkehrern aus dem Winterquartier handelt es sich vermutlich um Störche, die in Frankreich oder Südspanien überwintert haben.
In den letzten Jahren konnte aber auch eine deutlich steigende Zahl von überwinternden Weißstörchen festgestellt werden. Ob diese Änderungen im Zugverhalten klimatisch bedingt sind, ist wissenschaftlich noch nicht erwiesen.

Auch die Waberner Störche, das Storchenpaar „Paul + Pauline“vom Schreinereischornstein, sowie das Storchenpaar "Jule" + "Georg" vom Ederhorst, zogen nicht in den Süden, sondern trotzen dem Winter mit all seinen ungemütlichen Begleiterscheinungen in ihren Nestern und der näheren Umgebung Waberns.
Meine Hoffnung ist groß, dass auch die Storchendame „Feline“, ihr letzt jähriger Partner „Felix“ starb bei einer Kollision mit einem Auto, wieder nach Wabern zurückkehrt und ihrem Nest auf dem Spänebunker der Firma Blecher treu bleibt.
Wenn ich die Erfahrungen des letzten Jahres zugrunde lege, könnte dies in etwa vier Wochen der Fall sein.
Ich bin schon sehr gespannt.

...runter vom Gas, tieffliegende Störche!!

Wabern ist umrahmt mit Straßen, auf denen oft viel zu schnell gefahren wird!

 

Wir Autofahrer sollten mehr Rücksicht nehmen,

für das Wohl der Menschen und Tiere.

Plakataktion

Tod durch Autokollision

Hilfe und Pflege

Bei Naturbeobachtungen sollte man zuerst auf
die Belange der Umwelt achten und nicht auf
den eigenen Egoismus.