Storchentagebuch 2013

Teil 6

So finden Sie die Storchenhorste in der Gemeinde Wabern!                                                                                 


 

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Tagebücher 2004 - 2013

           

Abschluss der Storchensaison 2013!!

Die Storchensaison 2013 geht langsam ihrem Ende entgegen.

30. August 2013

Die meisten Jungstörche sind in den letzten Tagen in den Süden aufgebrochen und auch die Altstörche haben nun mit dem Zug in ihr Winterquartier begonnen.

 

Das noch recht warme Wetter haben nun auch die zwei Altstörche vom Riedinger Horst genutzt.

Nachdem sie sich von den Strapazen der Aufzucht ihrer Jungen erholt hatten und in den letzten Tagen Kraft für die lange Reise gesammelt haben, sind sie in ihr Überwinterungsquartier aufgebrochen.

Die Brutstörchin Feline trat die Reise am 26.08.2013 an, ihr Partner Friedrich flog am 27.08.13 los, also nur einen Tag später.

 

Es war eine schwierige Saison für die Weißstörche.

 

Wegen des extrem nassen und kalten Frühjahrs haben es viele Jungstörche nicht geschafft und sind an Infektionen oder Unterkühlung gestorben.

Aber nicht nur die Kälte und Nässe machte den Störche zu schaffen, auch die danach auftretende große Hitze setzte ihnen zu.

 

Auch bei der Aufzucht der Waberner Jungen gab es immer wieder Veränderungen. Von unseren drei Brutpaaren flogen in diesem Jahr leider nur vier Jungstörche aus!

Horst I - Ederauen              Belegung Storchenhorst I

 

Wie in jedem Jahr war das überwinternde Brutpaar Jule + George von der Eder das erste Pärchen, was Ende März mit dem Brüten begann.

 

Am 28.04.13 war es dann soweit, die ersten Storchenküken waren geschlüpft. 

 

Im Laufe der Jungenaufzucht wurde auch bei dem Brutpaar vom Ederhorst die Anzahl der Küken reduziert, denn das erfahrene Storchenpärchen schaffte in den letzten drei Jahren drei Junge groß zu ziehen.
Mit Sicherheit hatte auch das Storchenpaar von der Eder durch das kalte und verregneten Frühjahr, Verluste zu verzeichnen und so wurden wie in fast jeder Storchensaison geschwächte oder tote Jungen abgeworfen. Hier werden die abgeworfenen Jungen in den seltensten Fällen gefunden, da Füchse, Waschbären oder Marder sofort zur Stelle sind.   

 

Zwei Junge wurden letztendlich flügge und haben in der 32. KW die Reise in den Süden angetreten.

 

Horst II - Spänebunker     Storchenhorst II

 

Das überwinternde Storchenpärchen Paul und Pauline vom Spänebunker ließ sich mit dem ersten Ei ein wenig mehr Zeit.

Sie hatten am 13.04.13 mit dem Brüten begonnen und am 15.05.13 waren die ersten Küken geschlüpft.
Auch hier fiel in diesem Jahr wahrscheinlich mindestens ein Junges der extremen Nässe und Kälte zum Opfer. 

An was die restlichen zwei oder drei Jungen letztendlich verendet sind, ist auch hier genauso wie im Horst I in den Ederauen, rein spekulativ.

Ob die toten Küken aus dem Nest geworfen wurden, oder wie in vielen Jahren zuvor von den Altstörchen gefressen wurden, kann nicht mit Sicherheit gesagt werden.In den vergangenen Jahren hatte das Brutpärchen Paul und Pauline in der Regel, bis zu fünf Junge im Nest, davon brachten sie immer zwei Junge durch.

 

Schlussendlich ist in diesem Jahr ein Jungstorch „Krümel III“ flügge geworden, welcher die volle und ungeteilte Aufmerksamkeit seiner Storcheneltern bekam.

Eben ein Einzelkind!!

Der gut genährte und gesunde Jungstorch Krümel III vom Spänebunker hat Ende der zweiten Augustwoche, die lange Reise in den Süden angetreten.

 

Horst IV - Riedinger         Belegung Storchenhorst IV

 

Auf dem Riedinger Horst war am 08.04.13 ein Storchenpärchen eingetroffen.
Es war die letztjährige Storchendame Feline mit einem Neuen „Friedrich“.
Sie hatten sich in diesem Jahr erstmalig gefunden und hatten am 08.04.13 mit dem Brüten fest begonnen.
Am „herbstlichen“ 20.05.13  regte sich auch auf dem Riedinger Horst neues Leben.
Da die Küken frisch geschlüpft waren und sie voll gehudert wurden, sollten sie das nasse und kalte Wetter  hoffentlich unbeschadet überstehen. 
Natürlich hat es bestimmt auch in diesem Nest Verluste aufgrund der schlechten Witterung gegeben, daher waren wir erstaunt, dass sich am 11.06.13 drei Junge gen Himmel streckten.

Doch leider hat es das kleinste der drei Küken nicht geschafft. Am 19.06.13 zwischen 16:00 und 18:00 Uhr wurde das Nesthäkchen von Feline + Friedrich abgeworfen.
Die Gründe warum es abgeworfen wurde, sind vielfältig.

In diesem Fall dürfte das kleinste Junge vermutlich durch Nahrungsmangel und der extremen Hitze schon im Nest gestorben sein, oder kam durch den Abwurf zu Tode. 

Doch über  irgendwelche Ursachen zu spekulieren wäre müßig, denn dieser Verlust ist zwar traurig, jedoch sind diese Vorgänge in der Tierwelt normal. Dieser kleine Jungstorch musste sterben, um eine möglichst bessere Überlebenschance für seine beiden Geschwister zu ermöglichen.
Am 22.06.13 wurden dann die zwei Jungstörche beringt.

Diese Ringe sind die „Personalausweise“ für die Vögel.

So bekamen sie nicht nur eine offizielle Ringnummer, sie bekamen auch einen Namen. Wilma + Heinrich.

Am 27.07.13 wurde der Jungstorch Wilma bei Flugübungen von einer Windböe erfasst und stürzte ab. Leider hat es das Storchenjunge trotz aller Bemühungen nicht geschafft.

Wilma ist am 30.07.2013 gestorben.
So ist auf dem Riedinger Horst leider auch nur ein Jungstorch flügge geworden.
Der junge Heinrich hat am 17. oder 18.08.13, als letzter der Waberner Jungstörche, den langen und nicht ganz ungefährlichen Weg in den Süden angetreten.  

 

Aber nicht nur die Brutvögel mit ihren Jungen hielten sich in und um Wabern auf.

Wieder versuchten umherstreifende Weißstörche das Nest von unserem Schreinereischornstein einzunehmen. Leider wieder ohne Erfolg, denn sie wurden sofort von den ehemaligen Nestinhabern, dem Brutpaar Paul + Pauline vertrieben.

Zur Zeit halten sich noch zwei Storchenpärchen in Wabern auf.

 

Das Storchenpärchen Jule + Georg von der Eder und das Storchenpärchen Pauline + Paul vom Spänebunker.

Das Pärchen Paul + Pauline verbringt seit Ende der 33. KW die meisten Nächte wieder in ihrem früheren Brutnest, dem Nest auf dem Schreinereischornstein Mose.

Wie auch im vorigem Jahr können sie sich tagsüber nicht so recht entscheiden. Mal auf dem Spänebunker, mal auf dem Schornstein.

Wollen wir hoffen, dass die zwei Brutpaare in diesem Jahr den Absprung schaffen und wieder ihrem Zugtrieb folgen werden. 

Es wird sich zeigen.

 

Wir wünschen allen unseren gefiederten Freunden einen guten Flug und hoffen, dass sie nächstes Jahr wieder heil aus ihrem Winterquartier zurückkommen werden.

Spätestens im Frühjahr 2014, wenn es heißt:

"Die Störche sind wieder da!!" 

 

„Unsere“ Waberner Altstörche sind wieder alleine!

26. August 2013

Nachdem die vier Jungstörche ihre Eltern verlassen haben, genießen die drei Waberner Brutpärchen die letzten Tage gemeinsam auf ihren Nestern.

Da der Storchenzug in den Süden in vollem Gange ist und sich die Störche nach und nach verabschieden, wird es auch hier nicht mehr lange dauern bis sie die große Reise antreten.

Storchenzug

Ob wieder Altstörche den Winter in und um Wabern verbringen werden bleibt abzuwarten.

Aber, bis dahin ist noch ein wenig Zeit.

 

Heute gab es zwischen 10:25 Uhr und 10:45 Uhr heftigen Luftalarm, was eindeutig darauf hin deutete, dass ganz in der Nähe fremde Störche waren.

 

 

Auf unserem Schornsteinnest hielt sich zu dieser Zeit das Storchenpärchen Paul und Pauline auf und es herrschte helle Aufregung ums Nest.

Auch auf dem Riedinger Horst bei Friedrich und Feline, wurde heftig geklappert.

Vier Fremdstörche überflogen den Schreinereischornstein, kreisten ein wenig über unserem Grundstück und flogen dann weiter in Richtung Süden. 

 

Der letzte Jungstorch hat Wabern verlassen!!

24. August 2013

Zu dem diesjährigen Jungstorch Heinrich vom Riedinger Horst, mit der Ringnummer DEW 0X632 liegt uns bereits eine Wiederfundmeldung vor.


Heinrich konnte schon am 24.08.2013 in Rülzheim Narrenburg abgelesen werden.

 


Wiederfundmeldung von Jungstorch Heinrich!!

19. August 2013

Bilder vom Storchenjungen Heinrich.

 

Der kleine Heinrich vom Riedinger Horst gehört zu den letzten der Waberner Jungstörche, die in diesen Tagen den langen und nicht ganz ungefährlichen Weg in den Süden antreten.

Storchenzug

Vom 16.auf den 17. August hat er das letzte Mal auf seinem Horst übernachtet, während seine Eltern Feline und Friedrich außerhalb des Storchendomizils nächtigten.

Nachdem er sich am Samstag Mittag noch einmal kurz in seinem Nest blicken ließ und er am Abend nicht mehr ins Nest zurück gekehrt ist, sieht es ganz so aus, dass der noch einzig verbliebene Jungstorch das Gebiet verlassen hat.

Ein sicheres Indiz dafür ist auch, dass  sich seine Eltern Feline und Friedrich in den letzten zwei Nächten wieder in ihrem Nest aufgehalten haben.

Ob Heinrich sich nun allein zu einem Sammelpunkt der Störche begeben hat, oder sich durchziehenden Jungstörchen angeschlossen hat, kann man nicht mit Gewissheit sagen. 

Aber vielleicht wird er ja irgendwo auf seiner langen Wanderschaft abgelesen, denn der kleine Heinrich vom Riedinger Horst hat seinen Personalausweis DEW 0X632 am linken Bein immer mit dabei. 

 

Wir wünschen unseren vier Waberner Jungstörchen viel Glück auf der langen Reise!!

 

 

Die große Reise in den Süden hat begonnen!!

14. August 2013

 

So langsam neigt sich die Storchensaison ihrem Ende entgegen.

Große Storchentrupps sind zur Zeit in Richtung Süden aufgebrochen.

Meist handelt es sich um Jungstörche, die in ihr Winterquartier nach Spanien oder Afrika fliegen.  

In der Regel bleiben sie zwei bis drei Jahre dort und kehren mit Erreichen der Geschlechtsreife wieder zurück in ihre Brutheimat, wo sie dann selbst eine Familie gründen können.

Die Altstörche werden uns hoffentlich noch ein paar Tage erhalten bleiben, bis auch sie sich in ein paar Wochen auf die lange Reise begeben.

Storchenzug und Gefahren

 

Auch in unserer Region sind in der vergangenen Woche immer wieder Trupps von durchziehenden Jungstörchen beobachtet worden.

Am vorigen Wochenende hielt sich erneut ein Trupp Weißstörche auf einem Feld in den Ederauen auf.

Das üppige Nahrungsangebot lockt jetzt die durchziehenden Störche an, um wieder neue Kräfte zu sammeln, bevor sie weiter in Richtung Süden fliegen.

 

Nachdem sich die zwei Jungstörche vom Ederhorst und der Jungstorch Krümel III vom Spänebunker Blecher vermutlich solch einem Trupp angeschlossen haben, hält sich der Junge Heinrich vom Riedinger Horst noch bei seiner Familie auf.

Mittlerweile zieht Heinrich es auch mal vor, über Nacht auswärts zu schlafen und somit macht er den letzten Schritt zur Selbstständigkeit und zur Freude seiner Eltern.

Denn in dieser Zeit können die Altstörche nun endlich wieder einmal die Nächte in ihren Nestern verbringen.

 

Heute Nachmittag konnte ich auf einem Feld zwischen Wabern und Udenborn acht Altstörche und einen Jungstorch beobachten.

Darunter befanden sich die zwei Altstörche Paul und Pauline DEW 3X353 vom Spänebunker Blecher, die zwei Altstörche Feline und Friedrich mit ihrem Jungen Heinrich DEW 0X632 vom Riedinger Horst, sowie die Altstörche Georg  P9050 und Jule DEW 3X357 vom Ederhorst.

 

Außerdem hielten sich ein unberingter Altstorch, sowie ein beringter Altstorch auf dem Feld auf.

Doch wegen der stark bekoteten Beine konnte ich den Ring leider nicht ablesen.

 

Viel Zeit wird nun nicht mehr sein, bis alle "unsere" Störche

Wabern endgültig verlassen.

Die große Reise in den Süden hat begonnen!

 

 

Der Schreinereischornstein ist nicht nur für das Storchenpärchen Paul und Pauline ein Ruhepol!

06. August 2013

Obwohl der Jungstorch Krümel III vom Spänebunker schon selbstständig mit seinen Eltern Paul + Pauline auf  Nahrungssuche geht, wird er gelegentlich noch auf dem Nest gefüttert.

Auch heute Morgen gegen 9:00 Uhr konnte ich eine Fütterung beobachten.

Während sich die Storchenmama Pauline schon auf unserem Schornstein zurückgezogen hatte, nahm der Jungstorch Krümel III auf dem Spänebunker sofort seine Bettelstellung ein, um eine Portion Futter vom Storchenpapa Paul einzufordern.

Nachdem Paul seinen Jungen versorgt hatte, zog er es vor, lieber zu verduften und sich mit seiner Partnerin Pauline auf dem Schornsteinnest zu ruhen und sich der ausgiebigen Körperpflege zu widmen.

Auch am gestrigen späten Nachmittag war das Storchennest auf unserem Schreinereischornstein fast drei Stunden mit der früheren Hausherrin Jule und ihrem Partner George vom Ederhorst besetzt.

Da der Abnabelungsprozess im vollen Gange ist, haben sie vom Schornsteinnest einen guten Überblick und können somit ihre zwei Sprösslinge gut im Auge behalten.

Doch als um ca. 20:30 Uhr das Storchenmännchen Paul wieder kam, musste das Pärchen Jule und George den Aufenthalt auf unserem Schornsteinnest sofort beenden und sie wurden wieder auf ihren Horst an der Eder verwiesen.

Die Altstörche Jule + George vom Ederhorst zu Besuch auf unserem Schreinereischornstein.

  Fotos: Ulrike Mose am 05.08.2013

Jungstorch Heinrich hat sich getraut!!

04. August 2013

 

Nun hat auch der letzte Waberner Jungstorch seinen Jungfernflug absolviert.

Nachdem am 27.07.2013 der Jungstorch Wilma verunfallt ist und am 30.07.2013 an seinen Verletzungen starb, konnte gestern Vormittag beobachtet werden, wie der zweite Jungestoch Heinrich aus dem Horst IV - Riedinger seine ersten Runden drehte und wohlbehalten wieder im Nest landete.  

 

Damit haben nun alle Waberner Jungstörche ihre Kinderstube verlassen und die Aufenthalte auf den Nestern werden mehr und mehr reduziert.

Siehe:

08.07.13     

Der erste Jungstorch vom Ederhorst ist wohlbehalten ausgeflogen!

17.07.2013

Der Jungstorch vom Spänebunker hat seine ersten Runden gedreht!!

 

Und obwohl die Altstörche ihre Nahrung zum Teil noch in den Nestern ablegen,  werden die Jungen in den nächsten Tagen immer öfter mit ihren Eltern auf die abgeernteten Felder und Wiesen fliegen, wo sie lernen wie und wo sie ihre Futterquellen finden, um ihre Beute eigenständig zu holen.

Bis zur Abreise in den Süden werden wir abends nachschauen, ob sich auch alle unsere Waberner Jungstörche nach ihren Tagesausflügen wieder auf ihren Nestern eingefunden haben.

Erste Erkundungen

 

 

Der Jungstorch Wilma ist tot!

31. Juli 2013

Storchenjunges Wilma nach dem Absturz.   27.07.2013
Storchenjunges Wilma nach dem Absturz. 27.07.2013

Am Samstag, den 27. Juli 2013 waren die zwei Jungstörche Wilma und Heinrich vom Riedinger Horst fleißig am üben.

Sie breiteten ihre Flügel aus und hüpften abwechselnd mehrere Meter in die Höhe. Doch die Phase des Fliegenlernens kann für unsere Waberner Jungstörche sehr unfallträchtig sein.  

Bei stellenweise starken Windböen wie am vergangenen Wochenende, gerät so manche Flugübung  zu einem unfreiwilligen Absturz.

Flugübungen

Vermutlich erlebte der Jungstorch Wilma DEW 0X631 einen solchen Absturz.

Er wurde möglicherweise von einer Windböe erfasst und soweit abgetrieben, dass er nicht mehr im Nest landen konnte. Ob er bei der Bruchlandung noch mit irgendeinem Hindernis kollidiert ist, kann man nicht mit Gewissheit sagen.

Da er einen offenen Beinbruch davon getragen hatte, benötigte der Vogel unverzüglich tierärztliche Hilfe.

 

Frau Riedinger und ihre Mutter brachten den Vogel sofort in die Tierklinik.

Der Jungstorch Wilma war zu diesem Zeitpunkt stabil und so stand einer OP nichts im Wege.

Die OP wurde durchgeführt und wir konnten den Jungstorch Wilma am Sonntagnachmittag wieder abholen, um ihn sofort in die Obhut von Herrn Bischof zu geben, dieser hat durch seine jahrelange Erfahrung schon vielen verletzten Vögeln geholfen und sie gesund gepflegt.  

Verletzter Storch

Am Montag hatten wir das Gefühl, dass es Wilma ein wenig besser ging. Der Jungstorch nahm Flüssigkeit und Nahrung zu sich, obwohl der Zustand weiterhin kritisch war.

Aber die Hoffnung stirbt zuletzt.

Für Dienstagnachmittag war eine weitere Nachuntersuchung vom Tierarzt geplant.

Doch am Morgen erhielten wir von Herrn Bischof einen Anruf, dass sich der Zustand von Wilma  verschlechtert hatte und der Termin mit dem Tierarzt Dr. Schmidt aus Wabern wurde sofort auf Dienstagmorgen vorgezogen.

Trotz aller Bemühungen konnte leider nichts mehr für das Storchenjunge vom Riedinger Horst getan werden.

 

Der Jungstorch Wilma mit der Ringnummer DEW 0X631

ist am 30. Juli 2013 um 10:50 Uhr gestorben!

 

Gar nicht mal so ungefährlich!!

29. Juli 2013

Da sich die Altstörche  Paul + Pauline vom Spänebunker Blecher sehr gern auf den Bahnmasten und den Bahnlaternen aufhalten, möchte natürlich auch ihr Jungstorch Krümel III ganz in ihrer Nähe sein.

Doch die ständigen Flüge über die Stromleitungen der Bahn sind nicht ganz ungefährlich.

Nachdem ihm nach mehreren Runden doch ein wenig die Puste ausging, ließ er sich auf einem Grundstück nähe Bahngleise nieder.

Da ihn auch das "Stopschild“ nicht beeindrucken konnte, flog er nach geraumer Zeit wieder auf direktem Weg wohlbehalten zurück auf den Spänebunker.

 

 

Die Waberner Störche tragen zur Zeit weiß!

22. Juli 2013

Storchenmännchen Paul trägt weiße "Strümpfe".        Foto: Ulrike Mose
Storchenmännchen Paul trägt weiße "Strümpfe". Foto: Ulrike Mose

 

Da die starke Hitze seit Wochen anhält und die Temperaturen sich mittlerweile auf über 30 Grad Celsius eingependelt haben, ist dies auch an den Beinen unserer Waberner Störche zu erkennen.

 

Bei dieser großen Hitze werden die Ständer ( Beine ) bekalkt, d.h. der Storch überzieht seine Beine mit einer sichtbaren weißen Schicht Kot.

Dadurch wird bei der extrem hohen Umgebungstemperatur, eine drohende Überhitzung des Körpers verhindert.

(Thermoregulation – Regulierung der Körpertemperatur)

 

Steigen die Temperaturen auf ca. 30°C an, so erfolgt das „Bekalken“ der Ständer, indem die Läufe mit Geschmeiß bekotet werden. Der Grund für dieses nach menschlichen Wertvorstellungen und Maßstäben als „unrein“ erscheinende Verhalten ist, dass die roten Ständer in der Sonne sich aufheizen, so dass das zurückströmende Blut den Körper nicht ausreichend kühlen könnte. Durch das weiße, wasserhaltige Geschmeiß wird der Lauf weiß eingefärbt und reflektiert gleichfalls wie beim Gefieder das Sonnenlicht, so dass die Läufe und damit das zurückströmende Blut sich nicht durch die Sonneneinstrahlung erwärmen können. Das im Geschmeiß enthaltene Wasser bewirkt dabei, ganz wie bei dem Abhecheln, durch die Verdunstungswärme eine zusätzliche Abkühlung des rückströmenden Blutes und damit des Vogelkörpers. Das Geschmeiß erfüllt damit eine ausgezeichnete funktionelle Aufgabe im Zuge der Thermoregulation bei den Störchen.

Doch das Storchenbein als Zielobjekt von Geschmeiß erschöpft sich darin noch lange nicht in seinen Aufgaben zur Wärmeregulation. Es besitzt am befiederten Teil des Unterschenkels das sog. Wundergeflecht oder Wundernetz, dass das Gegenstromprinzip der Wärmetechnik ausnutzt. Es ist ein in sich verflochtenes arterielles und venöses Netzwerk, das in warmen wie in kalten Zeiten ein hervorragender Wärmeregulator ist.

Bislang ist nicht geklärt, weshalb der Storch so gern auf einem Bein steht. Scherzbolde antworten auf die Frage: “Weshalb steht der Storch auf einem Bein?“ damit: „Weil er das andere hebt“! Man kann sich aber sehr gut vorstellen, dass das Heben eines Beines im Winter wie im Sommer der Feinregulierung der Körpertemperatur dient und auch dem Eitransport in der Legeperiode dienlich ist.

Das arterielle Blut strömt aus dem Körper durch den Lauf der Störche bis in die Zehen, wobei es sich dort großflächig bis unterhalb der Körpertemperatur abkühlt. In warmen Zeiten kann durch Bekalken der Kühleffekt noch verstärkt werden, so dass das Blut eine Temperatur von unterhalb der Umgebungstemperatur annimmt. Auf dem Rückweg zum Körper – im venösen Schenkel der Beingefäße – wird das Blut weiterhin abgekühlt. Das so vorgekühlte Blut durchströmt nun im Unterschenkel das venöse Wundergeflecht, das vom arteriellen Teil des Wundergeflechtes umgeben wird. Hier erfolgt ein Wärmeaustausch zwischen warmem arteriellem und kühlem venösem Anteil des Wundergeflechtes, so dass das vorgekühlte Blut bereits wieder etwas vorgewärmt wird. Dieses vorgewärmte Blut hat eine Temperatur, die unter der Körpertemperatur liegt und somit für die Kühlung des Storches sorgt. 
Quelle: Storchennest.de

 

 

Der Jungstorch vom Spänebunker hat seine ersten Runden gedreht!!

17. Juli 2013

Heute war ein ereignisreicher Tag.

 

Um 14:12 Uhr absolvierte der Jungstorch Krümel III vom Spänebunker seinen ersten Flug.

 

65 Tage +/- nach dem Schlüpfen wagte nun der Mini von Paul + Pauline einen ersten Rundflug vom Nest.

Begleitet von seinem Papa Paul flog er vom Spänebunker zu unserem  Schreinereischornstein, auf dem zu diesem Zeitpunkt seine Mama  Pauline saß, umrundete ihn großzügig und flog postwendend wieder zurück auf sein Nest.

Nachdem er wieder gesund in seinem Zuhause gelandet war, wurde Papa Paul erfolglos nach Futter angebettelt.

Dafür kam sofort Mama Pauline vom Schornsteinnest zum Spänebunker geflogen und belohnte den mutigen Mini mit einer großen Portion Futter! 

 

Um 16:20 Uhr startete er noch einmal zu einer zweiten kurzen Runde um den Spänebunker und landete wieder erfolgreich auf seinem Nest.

Erste Erkundungen!!

Ein Nachmittag im Leben der Storchenfamilie Paul + Pauline mit ihrem Jungen Krümel III, vom Storchenhorst II.

Fotos: Ulrike Mose    17.07.2013   von 15:20 Uhr bis 17:35 Uhr.

Paul + Pauline nabeln sich nach und nach ab!

16. Juli 2013

Die Zeit, in der im Augenblick die Altstörche Pauline + Paul auf dem Spänebunker bei ihrem Jungen Krümel III anzutreffen sind, beschränkt sich während des Tages fast nur noch anlässlich der Fütterung.

Wenn die Eltern sich nicht auf Nahrungssuche befinden, oder bei der zur Zeit hervorragender Thermik segeln, halten sie sich wieder verstärkt auf ihren ehemaligen Horst, unserem Schreinereischornstein auf.

Dort wird sich geruht, geputzt und die Umgebung beobachtet.

 

Das gemeinsame Nest auf dem Spänebunker ist für die ganze Storchenfamilie mittlerweile zu eng und unruhig geworden.

Die Eltern Paul und Pauline müssen nun immer öfter auf eine benachbarte Laterne oder auf unser Schornsteinnest ziehen, von wo sie ihr Junges im Auge behalten. 

Die Altstörche Paul + Pauline halten sich immer öfter auf ihrem ehemaligen Brutnest, unserem Schreinereischornstein auf.  

Foto: Ulrike Mose  16.07.2013 

 

Der Countdown läuft!!

15. Juli 2013

Die letzten Tage auf den Nestern sind gezählt und es heißt weiter warten auf den ersten Flug.

Doch bevor es so weit ist, werden die Flügel noch immer trainiert, um hoch abzuheben und für ein paar Sekunden über dem Nestboden zu schweben.

Obwohl „unser Einzelkind“ vom Spänebunker Blecher, gestern Abend gar keine Lust zum üben hatte, wird es nur noch eine Frage der Zeit sein, bis er seinen Jungfernflug wagen wird.

 

Dafür waren die Storchenjungen Wilma + Heinrich vom Riedinger Horst umso fleißiger.

Wilma lässt ihrem Bruder Heinrich gern den Vortritt beim stärken der Flügel, doch in der Regel wird abwechselnd trainiert und schon vom Nestboden abgehoben.

Es wird wohl so sein, dass der Jungstorch Heinrich vor Wilma, seinen ersten Ausflug von dem Nest machen wird.

 

Das Gefieder der drei Jungstörche ist nahezu fertig entwickelt und die Größe ihrer Eltern ist fast erreicht. Auch in der Spannweite der Flügel besteht zwischen den Altstörchen und den Jungen, so gut wie kein Unterschied mehr.

Der einzigste Unterschied ist der immer noch dunkle und kürzere Schnabel und die grauen Beine, die sich aber in den nächsten Wochen mehr und mehr in ein graurot oder braunrot verfärben werden.

 

Freuen wir uns also auf die nächsten Tage, die bestimmt den ersten Abflug bringen werden und drücken unseren Jungstörchen die Daumen, dass sie unbeschadet die Zeit bis zum großen Flug in den Süden bei uns in Wabern verbringen können.

Erste Erkundungen!!

 

Auf dem Riedinger Horst mit Heinrich und Wilma sind große Fortschritte zu erkennen.                                              Fotos: Ulrike Mose  15.07.2013

Bei dem Jungstorch Krümel III vom Spänebunker heißt es, warten auf seinen  ersten Abflug.                                                         Fotos: Ulrike Mose  15.07.2013

Fütterung der Jungen auf dem Riedinger Horst.

08. Juli 2013

Storchenfamilie Friedrich, Feline und die Jungstörche Wilma + Heinrich.    Foto: Ulrike Mose 08.07.2013
Storchenfamilie Friedrich, Feline und die Jungstörche Wilma + Heinrich. Foto: Ulrike Mose 08.07.2013

Nun zu den Brutstörchen Friedrich + Feline und den Jungstörchen Wilma + Heinrich auf dem Riedinger Horst.

 

An einem erneut heißem und sommerlichen Tag dauerte die Nahrungssuche der Eltern wieder länger.

Am Abend dann steigerte sich bei den Jungstörchen eine gewisse Unruhe im Nest, denn sie hatten Hunger und warteten schon geduldig auf ihre Eltern.

Endlich war es soweit.

Die Storchenmama Feline landete auf dem Nest und es gab „Leckeres“ in Hülle und Fülle.

Kaum hatte die Störchin Feline mit dem Auswürgen der Nahrung begonnen, war das mitgebrachte Futter mit enormer Geschwindigkeit im Schnabel der Jungen verschwunden.

Noch während die zwei Minis Wilma + Heinrich ihren Hunger stillten, kam Papa Friedrich auf das Nest geflogen und ich konnte die gesamte Storchenfamilie für einige Minuten am Nest beobachten.

Nach Beendigung der Nahrungsübergabe flog die Störchin Feline sofort wieder ab, um neues Futter zu holen.

 

Der Storchenvater Friedrich hielt sich noch eine Zeit bei seinen Jungen auf dem Nest auf, holte ihnen eine Ladung Heu und flog danach auch vom Nest, um sich auf dem Dach des Nachbarhauses zu erholen. 

Fotos: Ulrike Mose   08.07.2013

Der erste Jungstorch vom Ederhorst ist wohlbehalten ausgeflogen!

08. Juli 2013

Foto: Ulrike Mose   08.07.2013
Foto: Ulrike Mose 08.07.2013

Bei den Jungen von den Storcheneltern Jule + George ist es nun soweit.

 

Das große Ereignis "Jungfernflug", fand nach zahllosen kleinen und hohen Sprüngen im Nest erfolgreich statt.

Am 68. Lebenstag +/- beginnt nun bei dem ersten Jungstorch vom Ederhorst, ein neuer Lebensabschnitt.

Erste Erkundungen

 

So wird es auch nicht mehr lange dauern, bis wir das Nest an der Eder erstmals im leeren Zustand sehen können, denn der zweite Jungstorch wird vielleicht seinen ersten Ausflug schon morgen oder in den nächsten Tagen starten.  

 

Flugübungen auch bei den Jungstörchen Wilma + Heinrich vom Riedinger Horst!

04. Juli 2013

 

Auch auf dem Nest mit den Jungstörchen Wilma + Heinrich müssen die großen Sprünge noch geübt werden, um irgendwann fliegen zu können.

Am 22. Juni konnte man bei der Beringung sehr gut sehen, dass die Federn noch in den hohlstabartigen Umhüllungen steckten. 

 

Das Wachstum des Großgefieders beginnt im allgemeinen ab der 4. Lebenswoche und die Arm- und Handschwingen sind schon schwarz gefärbt.

Flugübungen

Die zwei Kleinen von Friedrich + Feline sind mittlerweile ca. 45 Tage +/- und man kann sehen, dass noch immer Federn in den Hülsen stecken.

Also ist genauso wie bei dem Jungstorch vom Spänebunker, das Wachstum noch nicht endgültig beendet. (siehe 02.07.2013)

 

Doch bald dürfte die Entwicklung weitgehend abgeschlossen sein, sodass sie innerhalb der nächsten drei Wochen ihren ersten Flug wagen werden.

 

Der Jungstorch von Paul + Pauline befindet sich in der letzten Phase der Jungenaufzucht.

02. Juli 2013

Ich bin schon fast so groß wie mein Papa!!
Ich bin schon fast so groß wie mein Papa!!

 

Es ist ca. der 50. Tag +/-  im Leben des Jungstorches von Paul + Pauline und sein Federkleid sieht schon fast so aus wie bei Mama + Papa, nur die Schwung- und Steuerfedern sind noch nicht voll ausgebildet.

Somit gehen wir nun schnurstracks in die letzte Phase der Jungenaufzucht und damit auch bald in die spannende Ausflugphase.

 

Wann wird wohl das Einzelkind vom Spänebunker das erste Mal seine Kinderstube verlassen?

Die Zahlen des Jungfernfluges bewegen sich zwischen 60 und 70 Tagen.

 

Auch der kleine Wonneproppen von Paul + Pauline wird immer mutiger.

Die Flügel werden öfter gesteckt, gedehnt und gespreizt und immer wieder werden Luftsprünge gemacht.

Zur Zeit sind es zwar noch kleine Hüpfer, doch bald werden es so hohe Sprünge sein, dass er sich schließlich einen halben Meter und mehr vom Nestboden und Nestrand entfernt.

Flugübungen

Doch kurz vor dem Ausfliegen, wird dann "unser Wonneproppen" sein Höchstgewicht erreichen und von seinen Eltern Paul + Pauline auf Diät gesetzt.

Das Bedürfnis, sich aus dem Nest zu schwingen, wird mit der Maßnahme "Diät" erhöht und gleichzeitig wird er an Gewicht verlieren, sodass er den bevorstehenden Jungfernflug hoffentlich ohne große Hindernisse ausführen kann.

 

Eine Unterrichtsstunde mal ganz anders!!

27. Juni 2013

Kaum ein anderer Ort in Wabern, ist aufgrund der Vielfalt der Storchennester besser geeignet, Kinder anschaulich an die Störche heranzuführen.

Gestern nun, kamen die Kinder der Grundschulklasse 1a mit ihrer Lehrerin Frau Mannel von der Reiherwaldschule Wabern, zu Besuch auf das Grundstück der Familie Riedinger, wo in diesem Jahr das Storchenpärchen Friedrich + Feline, mit ihren zwei Jungen Wilma + Heinrich nisten.

 

Naturkunde mal etwas anders!

 

Die Kinder zeigten großes Interesse und erfuhren in der "Unterrichtsstunde" an der frischen Luft, Wissenswertes über die Weißstörche, obwohl sie schon zusammen mit ihrer Lehrerin im Vorfeld, im Unterricht vieles über die Vögel gelernt hatten.

So fanden sie es besonders schlimm, dass jedes Jahr viele Störche an den Verletzungen, die sie sich an Stromleitungen zuziehen, sterben.

 

Den Erzählungen über die Lebensgewohnheiten der Störche wurde aufmerksam verfolgt und viele kleine Finger reckten sich uns entgegen, bei den Fragen nach der Nahrung, oder dem Lebensraum von den Großvögeln.

 

Nach einer Menge von Informationen, durften sie dann endlich die Storchenfamilie Paul + Pauline mit ihrem einen Jungen Krümel III auf dem Spänebunker, sowie die Storchenmutter Feline mit ihren zwei Jungen auf dem Riedinger Horst, durch Ferngläser und Spektive beobachten.

 

Dabei konnten die Kinder aus nächster Nähe sehen und miterleben, wie z.B. die Storchenmutter Feline ihre Jungen fütterte, wie der Jungstorch vom Spänebunker seine Flügelmuskulatur stärkte, oder wie ein fremder Storch über uns alle hinwegflog und für ein wenig Unruhe bei den beiden Storchenfamilien sorgte.

Ganz gebannt beobachteten die Kinder die Störche.

Der Storchenvater Friedrich befand sich zu dieser Zeit auf Nahrungssuche.

 

Nachdem noch ein Gruppenfoto gemacht wurde, war die "Unterrichtsstunde" im Freien zu Ende und die Kinder der Grundschulklasse 1a gingen wieder zurück in ihr Klassenzimmer.

 

Wir hoffen, diese etwas andere Unterrichtsstunde wird allen in guter Erinnerung bleiben, denn sie hat nicht nur den Kindern aus der Klasse 1a sehr viel Spaß gemacht!

Die zwei Jungstörche vom Riedinger Horst haben ihre "Personalausweise" bekommen!!

22. Juni 2013

Die frischberingten Jungstörche  Wilma + Heinrich.             Foto: Ulrike Mose  22.06.2013
Die frischberingten Jungstörche Wilma + Heinrich. Foto: Ulrike Mose 22.06.2013

 

Gestern  wurden die zwei Jungstörche vom Riedinger Horst beringt.

 

Um 15:00 Uhr ging es los und selbstverständlich machte sich im Nest etwas Nervosität breit, als die Leiter behutsam angestellt wurde.

Die beiden Jungen waren ca. eine halbe Stunde vorher von der Storchenmama Feline gefüttert worden.

Storchenvater Friedrich hielt sich zu dieser Zeit bei der Nahrungssuche auf.

 

Als sich der erfahrene Beringer Thomas Weiß dem Horst näherte, verließ die Brutstörchin das Nest und ließ es nicht mehr aus den Augen.

Weder aus der Luft noch von dem Dach des Nachbarhauses aus, wo sie die Zeit bis zu der Rückkehr verbrachte.

Die zwei Jungstörche stellten sich, ganz so wie es sich für sie gehört, während der ganzen Zeit tot.

Dieses angeborene Verhalten nennt man Akinese und täuscht den Verlust der Bewegungsfähigkeit oder den Tod vor.

Oft sorgen sich Storchenfreunde, dass die Jungen evtl. aus dem Nest springen könnten. Dies ist nicht zu befürchten, denn im Falle einer Bedrohung, so auch beim Erscheinen des Beringers Thomas Weiß, drücken sich die Jungstörche ganz fest ins Nest und verharren bewegungslos.

Nun konnte er den zwei Jungen ihre Ringe anlegen.

Wie bereits im letzten Jahr kommen ELSA Ringe zum Einsatz.

Beringung

Diese Kunststoffringe bestehen aus zwei Hälften, die bei der Beringung zusammengesteckt werden. Dieser Elsa Ring, der oberhalb des Intertersalgelenkes angebracht wird, ist ein Personalausweis für die Vögel.

 

Dies war nun auch der Moment wo die beiden Jungen vom Riedinger Horst ihren Personalausweis bekamen.

Für den Jungstorch Wilma war die Ringnummer DEW 0X631 reserviert, und bei Jungstorch Heinrich wurde der Ring DEW 0X632 ans linke Bein problemlos angelegt.

 

Nach 15 - 20 Minuten war die Aktion erledigt.

Wilma und Heinrich blieben gemäß ihres angeborenen Verhaltens auch danach noch eine Zeit in Akinese und löste sich dann, als die Storchenmama Feline bei ihren Jungen im Nest landete.

Die Storchenmama störte sich nicht an unserem kleinen Eingriff  und es dauerte auch nicht lange, bis sich das Leben in unserem Waberner Storchennest IV wieder normalisiert hatte.

Denn das Glück war perfekt, als der Storchenvater Friedrich nach geraumer Zeit mit hoffentlich genügend Futter nach Hause kam.

 

Bei dieser Aktion haben wir dann auch den am 19.Juni abgeworfenen toten Jungvogel gefunden, der vermutlich durch Nahrungsmangel und / oder wegen der extremen Hitze zu Tode kam. 
Dieser kleine Jungstorch musste sterben, um eine möglichst bessere Überlebenschance für seine beiden Geschwister Wilma + Heinrich zu ermöglich und hat nichts mit zu nah gelegenen Horsten zu tun.

Siehe hier:

http://www.br.de/nachrichten/schwaben/stoerche-kran-kirchheim-100.html

 

Grundsätzlich richtet sich der Bestand einer Art vor allem nach den vorhandenen und verfügbaren Nahrungsquellen. Die Populationsstärke kann nur so hoch sein, wie alle ihre Mitglieder auch ausreichend Nahrung finden können. Sie regelt sich daher durch erhöhte Sterblichkeit selbst ein, wenn erhöhtes Brutaufkommen oder Überbestand gegeben sind, denn die verfügbaren Nahrungsquellen begrenzen Nachwuchs und Bestand nach oben hin. Der Bestand passt sich also den vorhandenen Nahrungsressourcen eines Biotops und Habitates an. Wo nicht der passende Biotop existiert, dort lässt sich auch kein Storch nieder, selbst wenn die ihm gebotene Nisthilfe als Kunsthorst dort noch so schön sein mag. Was nützt ihm eine Villa, auf deren Grund es nichts zu futtern gibt.
Quelle: Storchennest.de

 

Alles hatt bei der diesjährigen Beringungsaktion geklappt und ein toller Tag ging zu Ende.

Dafür auch an dieser Stelle meinen besten Dank an den Beringer Thomas Weiß und der Familie Riedinger, die es erst ermöglicht, dass Jungstörche in Wabern beringt werden können!

...runter vom Gas, tieffliegende Störche!!

Wabern ist umrahmt mit Straßen, auf denen oft viel zu schnell gefahren wird!

 

Wir Autofahrer sollten mehr Rücksicht nehmen,

für das Wohl der Menschen und Tiere.

Plakataktion

Tod durch Autokollision

Hilfe und Pflege

Bei Naturbeobachtungen sollte man zuerst auf
die Belange der Umwelt achten und nicht auf
den eigenen Egoismus.