Aktuelles Storchenjahr 2018

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Tagebuch Juni + Juli

Horstbelegung 2018

Bis auf drei Junge befinden sich alle Waberner Jungstörche auf ihren Zug in den Süden!

Kleine Storchenfamilie vom Schornstein genießt das Flugwetter!

03. Juli 2018

Juchhuuuh, mein erster großer Segelausflug mit Mama und Papa!! Foto: Ulrike Mose
Juchhuuuh, mein erster großer Segelausflug mit Mama und Papa!! Foto: Ulrike Mose

Gestern Vormittag  konnte ich beobachten, wie die Storcheneltern Paco + Marie ihrem Junior Pedro die weite Welt abseits des Nestes zeigten.
Ein leichter Aufwind reichte aus, um sich mit seinen Eltern in die Höhe zu schrauben und das hervorragende Flugwetter zu genießen. Die kleine Familie segelte so hoch, dass ich sie fast nicht mehr wahrnehmen konnte. Dabei nutzten sie die gute Thermik um Kraft zu sparen.

 

Sie segelten Kurve um Kurve über unseren Schornstein und dehnten den Ausflug schließlich weiter aus. Nach seiner Mutter Marie setzte dann auch Pedro zum Abschluss des Ausflugs eine gekonnte Landung hin.

 

Stundenlanger Ausflug von Jungstorch Pedro!

Nach einer längeren Ruhepause im Nest verließ er dann am Nachmittag um ca. 15:00 Uhr erneut seine Kinderstube. Sicher hatte unser Jungstorch seine Eltern vom Schornstein aus beobachtet und flog hinterher.
Nachdem die Storcheneltern Paco + Marie nach und nach zurück zum Schornstein kamen, blieb Pedro weg.
Der Ausflug zog sich schon fast beängstigend in die Länge und von unserem Pedro war weit und breit nichts zu sehen.
Um 17:30 Uhr machte ich mich dann auf den Weg, um nach ihm zu suchen, aber außer den vier Jungstörchen vom Spänebunker, drei Jungstörchen und einem Altstorch auf dem Riedinger Horst, sowie dem Altstorch Carlos und einem Jungstorch auf dem Ederhorst war kein Storch zu sehen.

Brutstorch Carlos mit einem seiner Jungen auf dem Ederhorst.  Foto: Ulrike Mose
Brutstorch Carlos mit einem seiner Jungen auf dem Ederhorst. Foto: Ulrike Mose

Auch unseren Pedro konnte ich nicht finden. Um 19:10 Uhr  bekam ich dann von meinem Mann die Mitteilung, dass er gesund und heil im Nest gelandet war – also über vier Stunden später.
Kaum gelandet gab es dann von Papa Paco etwas zu futtern.
Anschließend musste er sich nach dieser Kraftanstrengung erst einmal ruhen, denn an diesem Tag war erst mal Schluss mit den Ausflügen.

Verhaltensregeln!

In den nächsten Tagen wird man verstärkt in und um Wabern neugierige Jungstörche entdecken, die nach dem Ausfliegen ihre Umgebung erkunden. Und obwohl die Altstörche ihre Nahrung zum Teil noch in den Nestern ablegen, werden die Jungen  immer öfter allein oder mit ihren Eltern auf die abgeernteten Felder und Wiesen fliegen. Dort lernen sie wie und wo sie ihre Futtersquellen finden, um ihre Beute eigenständig zu holen.

 

Dies ist erneut ein Grund auf ein paar Verhaltensregeln hinzuweisen:

 

  • Bitte liebe Autofahrer, fahren Sie aufmerksamer und langsamer!

             Tödliche Kollisionen mit Autos, Bussen und LKWs, kommen leider immer
             wieder vor, wenn die Störche von der einen Straßenseite im Tiefflug auf
             die andere Straßenseite wechseln, um dann dort weiter auf
             Nahrungssuche zu gehen.

             Ein weiterer Grund sind in jedem Jahr die ersten Flugversuche der
             Jungstörche, denn wegen ihrer wackeligen und unsicheren Flüge können
             schnell fahrende Autos tödlich für sie sein.

  • Bitte bleiben Sie unbedingt auf den Wegen und laufen, radeln und fahren Sie niemals querfeldein!
  • Bei Naturbeobachtungen sollte man zuerst auf die Belange der Umwelt achten und nicht auf den eigenen Egoismus.

  • Wenn man sich einem Storch oder gar einer Storchengruppe nähert, dann beobachten Sie bitte das Verhalten der Vögel genau.

 

  • Ein Kennzeichen für einen zu dichten Beobachtungsabstand liegt vor,
    wenn ein Storch oder eine Storchengruppe sich von ihnen weg bewegt.
  • Dann bleiben Sie bitte stehen oder bewegen sich langsam zurück, denn der Respekt vor dem Wildvogel muss immer größer sein als die Neugierde noch näher zu kommen!
    Jede Flucht kostet einem Wildtier kostbare Energie und wirkt als Stressfaktor.
  • Ferngläser oder Spektive bringen dem interessierten Beobachter einen größeren Naturgenuss und den Störchen erheblich weniger Stress!
  •  Hunde sollten in den Wiesen angeleint werden, denn von freilaufenden Hunden geht ein besonders großes Störungspotential für alle Wiesenbewohner aus!


Es muss hier leider noch immer viel Aufklärungsarbeit geleistet werden, denn oft wissen die Menschen gar nicht, welche Folgen ihr Handeln hat.
Vielen Dank !!

 

 

 

60 Tage nach dem Schlupf hat Pedro seinen Jungfernflug gemacht!

28. Juni 2018

Pedro hat seinen Jungfernflug gemacht!!  Foto: Ulrike Mose
Pedro hat seine erste Runde gedreht!! Foto: Ulrike Mose

Es ist passiert! Unser Pedro hat ohne großartige Vorankündigung heute Vormittag um 9:47 Uhr seinen Jungfernflug absolviert und dass am 60. Lebenstag.
Rein rechnerisch sollte der Tag für seinen Jungfernflug erst am 03. Juli sein, jedoch wollte er schon heute seine sichere Kinderstube verlassen.
Dennoch war sein erster Ausflug kein vorsichtiges Umfliegen des Nestes, sondern eine Außenlandung.  Er zog alle Flugregister und landete dreißig Meter tiefer an unserem Gartenteich. Pedro war seinem Vater Paco in den Garten gefolgt, der jedoch flog sofort wieder auf das Ausweichnest. Mutter Marie hielt sich zu diesem Zeitpunkt auf dem Schornsteinnest auf.

Nachdem er unser Grundstück ausgiebig erkundet hatte, animierten ihn seine Eltern durch kräftiges Klappern zum Fliegen.
In diesem Moment kam die Brutstörchin vom Spänebunker auf unseren Schornstein zugeflogen. Vater Paco startete sofort vom Ausweichnest und flog zu seiner Partnerin Marie aufs Schornsteinnest.


Auch unser mutiger Pedro  war indessen gestartet und flog dann etwas wackelig im Schlepptau von der Nachbarstörchin Pauline um unseren Schornstein.
Pauline flog wieder zu ihren Jungen auf den Spänebunker und unser Pedro postwendet zurück zum Nest, wo Papa Paco und Mama Marie schon warteten.

Luftalarm überm Schornsteinnest!!

24. Juni 2018

Pedro vollendet seinen 50. Lebenstag!

18. Juni 2018

Mama Marie passt auf, dass ihr Kleiner alles richtig macht.  Foto: Ulrike Mose
Mama Marie passt auf, dass ihr Pedro alles richtig macht. Foto: Ulrike Mose

Seit 50 Tagen wächst nun schon unser Junior Pedro im Nest auf unserem Schornstein auf.
Er wirkt schon sehr erwachsen, wenn er so neben seinen Eltern Marie + Paco steht.

Unsere Storchenfamilie geht nun in die letzte und spannende Phase der Jungenaufzucht und bald auch in die Ausflugphase.
In ca. 15 Tagen wird unser Junior Pedro vermutlich in der Lage sein, seine Kinderstube erstmals zu verlassen, denn die Zahlen des Jungfernfluges bewegen sich um den 65. Tag */-. 

 

Jedoch stehen vor dem ersten Flug unzählige Hochsprünge auf dem Programm und so ist auch unser Pedro nicht nur fleißig, er ist auch mutig - die Hüpfer werden jeden Tag größer.
Zurzeit sind es zwar noch Minihüpfer, doch bald werden die Sprünge teils zwei, drei und noch mehr Meter in Richtung Himmel gehen.
Gar nicht mal so ungefährlich, denn besonders das Landen muss sehr gut geübt werden
.

Jungstorch Pedro ist 44 Tage alt!!

12. Juni 2018

Mittlerweile ist unser Jungstorch Pedro 44 Tage alt, vorausgesetzt er ist der Erstgeborene.
Er wächst und gedeiht und man kann fast jeden Tag eine Veränderung feststellen.


Pedro wird abwechselnd von einem Elternteil bewacht, während sich der Partner oder die Partnerin auf Nahrungssuche befindet.
Seine Eltern Paco + Marie fliegen ganz selten gemeinsam vom Nest.
Ein Grund der Nestpräsenz kann zum Beispiel das Interesse fremder Störche an unserem Schornsteinnest zu sein.
Vielleicht wollen  Paco + Marie auch nur ihr einziges Junges besonders beschützen.
Erst gestern umkreisten sieben Störche unseren Schornstein.

 

Jeden Tag ist es eine Freude unser Storchenkind beim Aufwachsen beobachten zu können.

 

Chronologische Bildfolge!

                                                 02. Juni 2018

04. Juni 2018

05. Juni 2018

06. Juni 2018

08. Juni 2018

12. Juni 2018

Nilgans im Storchennest!

Bereits am 23. Mai.18 bekam ich von Herrn Dennhöfer die wundervolle Nachricht, dass einer unserer damaligen Waberner Jungstörche sich stark für das Nest auf dem Leonhardsturm in Alsfeld interessiert.

 

25. Mai 2018  *  Rückmeldungen von drei
 ehemaligen Jungstörchen aus Wabern!

Nun bekam ich eine neue Benachrichtigung und wunderschöne Bilder von Herrn Walter Märkel zugeschickt- recht herzlichen Dank dafür.

Nilgans- Attacke locker abgewehrt.

Ehemaliger Jungstorch vom Spänebunker, verteidigt sein Nest auf dem Leonardsturm in Alsfeld!  Foto:  Walter Märke
Ehemaliger Jungstorch von Wabern, verteidigt sein Nest gegen Nilgans, auf dem Leonardsturm in Alsfeld! Foto: Walter Märkel

So die Mitteilung von Herrn Märkel  vom 03.06.2018.
Wie er mir mitteilte ist der in 2015 beringte Weißstoch „Doris“ aus Wabern, noch immer an dem Nest auf dem Leonardsturm  interessiert.  

Jedoch zeigt nicht nur Jungstorch "Doris" und ein weiterer Weißstorch starkes Interesse am Turm in Alsfeld, auch eine dreiste Nilgans hatte gefallen am Storchennest gefunden.

Trotz der Attacke konnte dann Storch Doris die Nilgans wohl ohne Schwierigkeiten verjagen, bevor sie schlussendlich zur Nahrungssuche in die Schwalmwiesen flog. 

Ganz so konfliktfrei verläuft es nicht immer, denn zunehmend aggressive Nilgänse machen den Störchen zu schaffen.
Auch unser Schornsteinnest und das Nest an der Eder wird das ganze Jahr immer wieder von Nilgänsen heimgesucht. Immer wieder fliegen sie unseren Schornstein an, setzten sich unter die Plattform und stören die dort brütenden Storchenpaare.

Brütender Storch mit Nilgans als Untermieter!   Foto: Ulrike Mos
Brütender Storch mit Nilgans als Untermieter! Foto: Ulrike Mose

Zuweilen stehen sie schon im Winter auf den Horsten, denn ab März beginnen Nilgänse zu brüten. Zur gleichen Zeit und früher kommen auch unsere Störche aus ihrem Winterquartier zurück. Fatal wenn dann so mancher Horst mit einem Nilganspaar besetzt ist, denn sie gelten als streitsüchtige Artgenossen.

Werden sie jedoch genauso beherzt vertrieben, wie im Fall "Doris" vom Leonardsturm in Alsfeld, brauchen wir uns keine Sorgen zu machen.

...runter vom Gas, tieffliegende Störche!!

Wabern ist umrahmt mit Straßen, auf denen oft viel zu schnell gefahren wird!

 

Wir Autofahrer sollten mehr Rücksicht nehmen,

für das Wohl der Menschen und Tiere.

Plakataktion

Tod durch Autokollision

Hilfe und Pflege

Bei Naturbeobachtungen sollte man zuerst auf
die Belange der Umwelt achten und nicht auf
den eigenen Egoismus.